Die historische Bilanz zwischen diesen beiden liest sich wie eine einseitige Angelegenheit, und im Wettbewerbsvergleich war sie weitgehend auch so. Brasilien hat alle drei WM-Begegnungen gewonnen: 1:0 in 1974, 2:0 in 1982 und 2:1 in 1998, als ein Eigentor von Tom Boyd und ein Treffer von Rivaldo die Seleção nach dem Schweiß retteten, nachdem Craig Burley kurzzeitig Schottland in einem mitreißenden Kampf in Paris ausgeglichen hatte. Dieses Spiel von 1998 bleibt das Nächste, was Schottland einem Schock gegen den fünfmaligen Weltmeister auf der größten Bühne gekommen ist.

Die aktuelle Qualitätslücke ist deutlich. Dorival Júniors Brasilien verfügt über Einzeltalente in Vinícius Júnior und Rodrygo, die Abwehrsysteme allein zerlegen können, während Schottlands Bedrohung aus kollektiver Disziplin, Standardpräzision und Momenten der Inspiration von John McGinn und Andy Robertson kommt. Steve Clarke wird Schottland in einem tiefen Block aufstellen, kompakt und diszipliniert, in der Hoffnung, brasilianischen Druck zu absorbieren und auf Umschaltungen zu treffen.

Doch das Problem beim tiefen Verteidigen gegen Brasilien ist die schiere Vielfalt der Möglichkeiten, wie sie eine Mannschaft aufbrechen können: Spielverlagerungen zu den nachrückenden Außenverteidigern, schnelle Kombinationen zwischen den weiten Stürmern und einem zurückziehenden Mittelstürmer oder einfach ein Moment der individuellen Brillanz. Schottland muss in der Form nahezu makellos sein und mutig, wenn der Ball umgeschlagen wird.

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