Südkorea vs Tschechien
Südkorea und Tschechien haben sich noch nie auf einem WM-Platz gegenübergestanden, was diese Gruppenbegegnung in Guadalajara zu einer echten Unbekannten macht — zwei Mannschaften, deren Referenzpunkte aus völlig unterschiedlichen Fußballkontinenten stammen. Die Taegeuk Warriors kommen von einem Halbfinallauf bei der AFC Asian Cup und einer Qualifikation, in der Son Heung-mins Klasse strukturelle Risse übertünchte, die Hong Myung-bo zwei Jahre lang zu kitten versucht. Südkoreas 4-2-3-1 basiert auf schnellen Umschaltspielen: Kim Min-jaes weite Diagonalbälle aus der Abwehr, Lee Kang-ins Fähigkeit, zwischen den Linien zu empfangen, und Sons Einrückern von links zur Überladung der Halbräume.
Das System funktioniert hervorragend, wenn der Gegner Spieler nach vorne schickt, kann aber gegen einen tiefen Block eindimensional wirken. Tschechien bietet genau die Art von organisierter Resistenz, die Südkorea in jüngsten Testspielen gegen europäische Gegner Schwierigkeiten bereitet hat. Miroslav Koubeks Seite qualifizierte sich aus einer UEFA-Gruppe mit Polen und Moldawien, ungeschlagen, mit einer Gegentorspalte, die selten über eins hinausging.
Die Tschechen spielen ein 3-4-3 in Ballbesitz, das sich ohne Ball zum 5-2-3 wandelt, und Ladislav Krejčís Passspiel aus der linken Innenverteidigerposition ist der Mechanismus, der Gegner aus der Form zwingt. Die historische Bilanz ist nahezu leer — ein einziges Friendly in Prag 2002 endete 5:0 für die Tschechen, doch das war ein Südkorea, das noch nach sich selbst suchte. Zwei Jahrzehnte später hat sich die Lücke dramatisch verengt.
Die taktische Faszination liegt darin, ob Südkoreas Vertikalität Tschechiens zahlenmäßige Abwehrreihe durchschlagen kann oder ob Krejčí und das Mittelfelddoppel den Raum erstickt, in dem Son sich wohlfühlt.
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