Jesse Marsch hat zwei Jahre damit verbracht, ein Pressing in Kanadas DNA zu drillen, und wenn seine Mannschaft in Toronto gegen Bosnien und Herzegowina aufläuft, wird die elementare Absicht unmissverständlich sein: ihnen ins Gesicht rücken, Fehler erzwingen und in einem Tempo spielen, das die Drachen nicht durchhalten können. Es ist die Marsch-Blaupause, und mit Alphonso Davies, der auf der linken Seite für Antrieb sorgt, und Jonathan Davids klugem Laufverhalten durch die Mitte, verfügt Kanada über die Waffen, um sie umzusetzen. Bosnien unter Sergej Barbarez stellt eine völlig andere Herausforderung dar. Edin Džeko, mit 40 Jahren immer noch Kapitän seines Landes, ist der Ankerpunkt einer 4-2-3-1, die über ihn spielt — Brust annehmen, ablegen, in den Kanal drehen. Es ist direkt, manchmal brutal, und es funktioniert.

Bosniens Qualifikationsweg war ein Lehrstück in Resilienz: sie erzielten nur 12 Tore in acht UEFA-Spielen, kassierten aber neun, ein Verhältnis, das verrät, dass Barbarez das Nichtverlieren über das Siegen priorisierte. Kanada hingegen war in der CONCACAF freier, erzielte 18 Tore in zehn Oktogonal-Spielen und war gelegentlich bei Umschaltphasen anfällig. Die beiden Teams haben sich zweimal in Freundschaftsspielen getroffen — ein 2:0-Sieg für Bosnien in Zenica 2012 und ein 1:0-Sieg für Kanada in Vancouver 2018 — und keines der Spiele glich dem anderen.

Wenn Kanadas Pressing Bosnien zu langen Bällen zwingt, die an Džeko vorbeigehen, verlieren die Drachen ihren Kompass. Wenn Bosnien durch die erste Linie spielt und Džeko in den Lücken zwischen Kanadas aggressiven Außenverteidigern findet, wird Kanadas hohe Linie zur Belastung.

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