Uruguay erinnert sich an Saudi-Arabien — oder sollte es zumindest. Die beiden Nationen teilten sich eine WM-Gruppe 2018, als ein Tor von Luis Suárez Uruguay einen mühsamen 1:0-Sieg in Rostow am Don bescherte. Dieses Spiel offenbarte eine saudische Seite, die zu netten Ballbesitzphasen fähig war, aber von Uruguays robuster Viererkette physisch überrollt wurde. Acht Jahre später haben sich die Dynamiken verschoben.

Saudi-Arabiens sensationeller 2:1-Sieg über Argentinien bei der WM 2022 kündigte ihre Fähigkeit an, Elitegegener zu überfallen, selbst wenn nachfolgende Niederlagen gegen Polen und Mexiko das Konsistenzproblem bestätigten. Unter Hervé Renards Vermächtnis und dem Training, das folgte, haben die Grünen Falken eine aggressivere Pressing-Identität angenommen, wobei Salem Al-Dawsari das kreative Nervenzentrum bleibt. Uruguay setzen ihre bemerkenswerte Produktionslinie fort: Darwin Núñez bringt Chaos und Tore in gleichem Maße, Federico Valverde liefert unermüdlichen Antrieb aus dem Mittelfeld, und Ronald Araújo ankert eine Abwehr, die so unerbittlich ist wie jede bei diesem Turnier.

Der Einfluss von Marcelo Bielsas Philosophie hat Uruguay in ein hochpressendes, vertikales Team umgeformt, das jeden zweiten Ball mit echter Wütung erkämpft. Saudi-Arabiens beste Chance liegt darin, dies zu einem technischen statt physischen Kampf zu machen — schnelle Passsequenzen in Uruguays Hälfte, Minimierung der Umschaltspiele, in denen Núñez sich austobt.

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