Concacaf ging in diesen Zyklus mit drei bereits durch die Mitgastgeber besetzten Plätzen. Das ließ den Rest der Region um die verbleibenden Plätze in einem Qualifikationsturnier konkurrieren, das mehr als sonst von der Gastgeberfrage geprägt war. Die vollständige Liste aller 48 qualifizierten Teams ist separat verfügbar.
Kanada, Mexiko und die Vereinigten Staaten nahmen nicht an der Qualifikation teil, weil sie es nicht mussten. Die FIFA bestätigte im Februar 2023, dass alle drei Mitgastgeber automatische Plätze erhalten. Diese Startplätze wurden von der Concacaf-Zuweisung abgezogen, sodass die Ausgangszahl für den Rest der Region drei und nicht sechs betrug. Panama, Haiti und Curaçao qualifizierten sich alle über die Finalrundengruppen. Drei Nicht-Gastgeberplätze für eine Region mit 32 konkurrierenden Teams ist ein knappes Verhältnis.
Panama qualifizierte sich durch den Gewinn seiner Finalrundengruppe. Sie waren schon einmal hier, bei Russland 2018, und die Erfahrung dieses Zyklus trieb sie durch eine Phase, in der sie echte Konkurrenz um den ersten Platz hatten. Dies ist ihre zweite Männer-WM. Haiti gewann seine Finalrundengruppe. Sie hatten sich seit 1974 nicht mehr qualifiziert. Das ist eine Lücke von 52 Jahren, und das Gewicht davon zeigte sich im Nachgang. Der Fußball des Landes hat genug Erschütterungen erlebt, sodass jede stabile Qualifikationskampagne bereits eine Geschichte gewesen wäre, aber der Gewinn der Gruppe statt des knappen Durchkratzens über die Tordifferenz lässt dies anders anfühlen als bloßes Überleben.
Curaçao ist der bemerkenswerteste Qualifikant in der Region und möglicherweise im gesamten Turnier, aus einem Grund. Mit einer Bevölkerung von unter 200.000 wurden sie die kleinste Nation, die sich jemals für eine Männer-WM qualifizierte. Ihr Fußball schöpft stark aus dem niederländischen System und aus Diaspora-Talenten, und die Trainerstruktur wurde im letzten Jahrzehnt professionalisiert. Dies ist ihre erste WM. Sie landeten in einer Gruppe mit den Niederlanden und England, was ungefähr die schwerstmögliche Auslosung für ein Debütantenteam ist.
Die Abwesenheit in diesem Qualifikationszyklus, die die meiste Aufmerksamkeit auf sich ziehen wird, ist Costa Rica. Sie waren zwei Jahrzehnte lang eine konstante Concacaf-Größe, erreichten das Viertelfinale bei Brasilien 2014, und ihr Verpassen der WM 2026 ist das deutlichste Zeichen dafür, dass sich das Wettbewerbsgleichgewicht der Region verschiebt.