Am 31. März 2026 gingen die letzten beiden WM-Plätze an DR Kongo und Irak. Damit endete die Qualifikation, und das erste 48-Teams-Feld einer Männer-WM stand fest. Die letzte Woche tat mehr, als nur das Feld aufzufüllen. Bosnien & Herzegowina warf Italien im Elfmeterschießen in Zenica aus dem Rennen, die DR Kongo besiegte Jamaika in der Verlängerung in Guadalajara, und der Irak schlug Bolivien 2:1 in Monterrey.
Die Geschichte der Aufstockung ist real, aber das fertige Teilnehmerfeld wirkt keineswegs schwach. Europa stellt weiterhin 16 Teams. Südamerika bleibt gnadenlos. Afrika und Asien bekamen den deutlichsten Zuwachs, und Concacafs Bild beginnt mit der Tatsache, dass Kanada, Mexiko und die USA als Gastgeber bereits gesetzt waren. Vier Nationen werden ihr Männer-WM-Debüt feiern, und mehrere etablierte Teams haben trotzdem das Nachsehen.
Alle 48 qualifizierten Teams nach Konföderation
UEFA (16): Österreich, Belgien, Bosnien & Herzegowina, Kroatien, Tschechien, England, Frankreich, Deutschland, Niederlande, Norwegen, Portugal, Schottland, Spanien, Schweden, Schweiz und Türkei. Bosnien & Herzegowina, Tschechien, Schweden und Türkei sicherten sich die vier Playoff-Plätze im März, wodurch Italien zum dritten Mal in Folge fehlen muss.
CAF (10): Marokko, Senegal, Algerien, Ägypten, Elfenbeinküste, Kap Verde, Tunesien, Kamerun, Nigeria und DR Kongo. Die ersten neun qualifizierten sich direkt über die Gruppenphase. Die DR Kongo kam über das interkontinentale Playoff-Turnier in Mexiko, nachdem sie Kamerun und Nigeria im afrikanischen Playoff besiegt hatte.
AFC (9): Japan, Iran, Südkorea, Australien, Saudi-Arabien, Katar, Jordanien, Usbekistan und Irak. Japan qualifizierte sich am frühesten. Der Irak sicherte sich den letzten AFC-Platz über das interkontinentale Turnier.
CONMEBOL (6): Argentinien, Brasilien, Kolumbien, Ecuador, Paraguay und Uruguay.
Concacaf (6): Kanada, Mexiko, USA, Panama, Haiti und Curaçao. Die ersten drei sind Mitgastgeber mit automatischen Startplätzen. Die anderen drei qualifizierten sich über die finale Gruppenphase.
OFC (1): Neuseeland. Zum ersten Mal hatte Ozeanien einen garantierten direkten WM-Startplatz. Neuseeland gewann das Qualifikationsturnier und nahm ihn in Anspruch.
Was die Aufstockung tatsächlich verändert hat
Die Aufstockung von 32 auf 48 Teams brachte 16 zusätzliche Plätze. Mehr als zwei Drittel dieser neuen Plätze gingen an Afrika, Asien und Ozeanien — genau dort, woher die neuen Debütanten kommen. Die Überraschung ist nicht, dass schwächere Konföderationen Plätze gewannen. Die Überraschung ist, dass größere Konföderationen weiterhin nennenswerte Abwesenheiten aufwiesen. Italien, das zum dritten Mal in Folge eine WM verpasst, ist das offensichtlichste Beispiel, aber auch Nigeria und Kamerun schieden in Afrika aus, obwohl die Region zehn Plätze hatte, und Polen und Chile scheiterten in Europa beziehungsweise Südamerika, obwohl beide realistische Chancen hatten.
Auch das Format hat sich verändert. Die 48 Teams werden in 12 Gruppen zu je vier aufgeteilt. Die besten zwei jeder Gruppe sowie die acht besten Dritten ziehen ins Sechzehntelfinale ein, was neu ist. Danach geht es im direkten K.-o.-System weiter: Sechzehntelfinale, Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale, Spiel um den dritten Platz, Finale.
Das Finale findet am 19. Juli 2026 im MetLife Stadium in East Rutherford, New Jersey, statt. Das Eröffnungsspiel wird am 11. Juni 2026 im Estadio Azteca in Mexiko-Stadt ausgetragen.